Donnerstag, 7. Dezember 2017

Öffnungszeiten über Weihnachten und Silvester


Die Mediathek bleibt am 25./26. Dezember und 1./2. Januar geschlossen.
Am 28. und 30. Dezember haben wir offen.

Das Team der Mediathek und der Vorstand des Trägervereins Mediaborn wünschen allen Leserinnen und Lesern einen schönen Advent, erholsame Weihnachtstage und einen guten Start im neuen Jahr.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Buchtipp: "Das grosse Lieselotte Weihnachtsbuch: Bastelideen, Rezepte und Spiele für die Adventszeit" von Alexander Steffensmeier



Inhalt:

Auf dem Bauernhof weihnachtet es sehr. Aber bis Weihnachten ist es noch sooooooo lang …
Zum Glück haben Lieselotte und ihre Freunde viele tolle Ideen, um die Wartezeit bis Heiligabend zu verkürzen.
An jedem Dezembertag kannst du etwas Spannendes mit Lieselotte, den Hühnern, der Bäuerin und allen Bauernhofbewohnern erleben: leckere Weihnachtsplätzchen backen, stimmungsvolle Lieder singen, hübsche Weihnachtsdeko basteln und jede Menge über die Natur und die verschiedenen Weihnachtsbräuche erfahren.
Das große Weihnachtsbuch mit über100 kreativen und bunten Ideen für jeden Tag der Adventszeit und einer extra Lieselotte-Geschichte!

(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage)



Meinung:


Wenn man Kinder hat, kommt man wohl um Lieselotte von Alexander Steffensmeier nicht herum und so sind auch wir schon im Besitz verschiedener Bücher der Kuh. Und neben Pappbilderbüchern und den normalen Bilderbüchern durfte nun auch "Das grosse Lieselotte Weihnachtsbuch" bei uns einziehen, denn wo Lieselotte draufsteht, ist auch etwas Gutes drin - und auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht, denn die 72 Seiten sind ein richtiger Adventsschatz. Es gibt viele Bastelideen, Rezepte, Speile, Lieder, aber auch Wissen wird vermittelt. So finden wir eine kleine Zapfenkunde, Informationen zu Tieren im Wald oder erfahren, was der Luciatag ist. Als krönenden Abschluss bekommen wir dann noch "Lieselottes Weihnachtsgeschenk", eine neue Lieselotte Geschichte.

Mir gefällt auch die Idee, dass man das Buch auf zwei Arten anschauen kann. Entweder man stöbert einfach und liest das, was einen gerade anspricht, oder aber man kann dieses Weihnachtsbuch auch als Adventskalender nutzen. Auf jeder Doppelseite findet sich am oberen Rand nämlich ein Küken, das den Tag verrät. So kommt man jeden Tag in den Genuss von kreativen & bunten Ideen und so in wohl dosierter Form kann man sie auch noch mehr auskosten und geniessen.

Die Aufmachung des Buches ist äusserst abwechslungsreich und kindgerecht. Wer Alexander Steffensmeiers Bücher kennt, weiss, wie liebevoll er die Bilder gestaltet und dieses Mal sind sie auch noch informativ, denn alle Anleitungen wurden von ihm gezeichnet und die Wissensseiten beschriftet.
Toll, dass die uns schon bekannten Figuren durch das gesamte Buch begleiten. So liest die Bäuerin die 'Farmer Vogue", während sie darauf wartet, dass der Teig für die Stutenkerle aufgeht, die Hühner helfen ihr, das Pfefferkuchenhaus zu verzieren und Lieselotte verteilt mit dem Briefträger die zuvor gebastelten Weihnachtskarten.

Für mich ist "Das grosse Lieselotte Weihnachtsbuch" rundum gelungen und so werde ich es wohl nächstes Jahr als Adventskalender nutzen.


Fazit:


"Das grosse Lieselotte Weihnachtsbuch" ist einfach ein kuhles Weihnachtsbuch. Alexander Steffensmeier überzeugt auch in der Adventszeit - und zwar mit wunderschönen Illustrationen, vielen Bastel- und Spielideen, Rezepten und wissenswerten Informationen zur Winterzeit. Ein Weihnachtssammelsurium, das in keinem Haushalt mit Kindern fehlen sollte!
Wer es nicht schon hat, sollte es sich also unbedingt merken, denn der nächste Advent kommt bestimmt!


Buchtipp von Nicole Forrer



Infos zum Buch:


Alexander Steffensmeier: "Das grosse Lieselotte Weihnachtsbuch: Bastelideen, Rezepte und Spiele für die Adventszeit", FISCHER Sauerländer (24. September 2015), 72 Seiten, ISBN 978-3737352390
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren



Samstag, 2. Dezember 2017

Buchtipp: "Der kleine Hase beschenkt seine Freunde" von Rebecca Harry



Inhalt:


Was für ein herrlicher Wintertag, finden der kleine Schneehase Flöckchen und seine Freunde. Gemeinsam sausen sie mit ihren Schlitten die Hügel hinab, wirbeln mit Schlittschuhen über das Eis und suchen im Wald nach Tannenzapfen. Wenn nur der Wind nicht so eisig wäre ... Bibbernd treten Flöckchens Freunde einer nach dem anderen den Heimweg an, bis der kleine Schneehase ganz alleine zurückbleibt. Was soll er jetzt nur tun? Da hat er plötzlich eine wunderbare Idee, wie er seinen Freunden ein wohlig-warmes Weihnachtsfest bescheren kann ….

(Bild- und Textquelle: Loewe Verlag)




Meinung:


Der kleine Hase liebt es, im Schnee zu spielen, so auch ein Tag vor Weihnachten. Mit Mäuschen, Fuchs und Bär geht er schlitteln, Schlittschuh laufen und Tannenzapfen sammeln. Doch seinen Freunden wird schnell kalt und so verabschieden sie sich nach und nach, so dass Flöckchen am Ende alleine übrig bleibt. Als er dann im Schnee eine Silbermünze findet und diese in die Tasche seines Umhangs steckt, realisiert er, warum ihm noch warm ist. Und so geht er in den Dorfladen und kauft Wolle, um jedem seiner Freunde ein Weihnachtsgeschenk zu stricken.
Mäuschen, Fuchs und Bär freuen sich riesig über das warme Geschenk, realisieren jedoch, dass sie für den kleinen Hasen kein Geschenk haben. Doch das macht diesem gar nichts aus, denn Freundschaft ist das allergrösste Geschenk überhaupt.

"Der kleine Hase beschenkt seine Freunde" ist nicht nur inhaltlich sondern auch optisch ein richtig Highlight.
Die warmherzige Geschichte hat eine richtig weihnachtliche Message: Geschenke sind schön, doch das Wichtigste sind Freunde.
Die Autorin Rebecca Harry hat auch die wunderschönen Bilder gemalt. Als optischer Hingucker wurde jede Seite zusätzlich mit Silberfolie verschönert. Und wer liebt Glitzer nicht - vor allem zur Weihnachtszeit?


Fazit:


"Der kleine Hase beschenkt seine Freund" ist ein wunderschönes Bilderbuch, das klein und gross verzaubern wird. Und vor allem erkennt der kleine Hase die weihnachtliche Botschaft: Freundschaft ist wichtiger als materielle Geschenke.


Buchtipp von Nicole Forrer



Infos zum Buch:


Rebecca Harry: "Der kleine Hase beschenkt seine Freunde", Loewe Verlag (15. September 2014), 24 Seiten, ISBN 978-3-7855-8065-3
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 3 Jahren



Donnerstag, 19. Oktober 2017

Büecher-Chischte startet wieder



Information:


Am Jahrmarktsmontag, 13.11.2017, bleibt die Mediathek geschlossen.

Gerne sind wir am Dienstag wieder für sie da.
Sollen Sie dennoch Medien zurückgeben wollen, bitte den Briefkasten im Seiteneingang benutzen.

Ihr Mediatheksteam

Montag, 2. Oktober 2017

bookstar 2017



Den bookstar gibt es nun seit 2009. Auch in diesem Jahr wollen wir uns mit unserer Mediathek an dieser Schweizerischen Preisverleihung beteiligen und haben einen Grossteil der nominierten Titel angeschafft. Diese sind seit einigen Tagen zur Ausleihe bereit und sind auf einem separaten Tisch ausgestellt.
Wir wünschen viel Lesespass!


Samstag, 9. September 2017

[Kurs] Der perfektionierte Dialog?



Dialoge für spezielle Anlässe, für kurze oder längere Szenen, kleine Theaterstücke und eigene Geschichten


Vielleicht haben Sie schon einmal eine Szene, ein kurzes Theater oder einen Sketch geschrieben? Für einen Vereinsabend, eine Hochzeit oder einen Betriebsanlass? Und die Zuhörenden haben nicht so reagiert, wie Sie das erwartet haben? 

Im Kurs «Der perfektionierte Dialog?» erfahren Sie, wie Sie einen komischen, witzigen, frechen, absurden, bösen oder traurigen Dialog entwickeln können.

Sie lernen, wie Sie Personen mit wenigen, aber treffenden Merkmalen erfassen und charakterisieren können. Mit wenigen Strichen, oft auch durch Weglassungen, werden Figuren lebendig und glaubwürdig.

Sie lernen, wie man über Beobachtungen und Zuhören aus einem banalen Gespräch eine darin versteckte Komik oder Tragik herausarbeitet. Und wie Dialoge aus vielen bewussten und unbewussten Wiederholungen bestehen und somit auch eine Art Musik sind, in der ja auch immer wieder die gleichen Noten im gleichen Rhythmus auftauchen. 

Sie lernen Dialoge als rituelle Form kennen, mit der wir den Alltag meistern und die eine oder andere Tücke umschiffen oder überbrücken.


Inhalt des Kurses:
  • Ping-Pong-Dialoge, aber nicht immer 
  • Einfluss von Mimik und Gestik auf Wortwahl und Satzbau 
  • Dialoge in klar und eng umrissenen Situationen 
  • Dialog als Teil einer grösseren Erzählung 
  • Verknappte Dialoge, komisch, unheimlich oder absurd 
  • «Denen werd ich`s aber zeigen!» – Innere Monologe

Schon während des Kurses beginnen Sie Ihren eigenen Dialog zu entwickeln. Mit kleinen Übungen können Sie theoretisch Gelerntes umsetzen



Kursleitung:    Peter Jost, Autor und Dramatiker, Schaffhausen
Kursdaten:      6 Montage, 23. Oktober bis 27. November 2017, 18.30 - 20.30 Uhr
Kursort:           Mediathek Steckborn, Seestrasse 104, Steckborn
Kurskosten      210 Franken für Mitglieder resp. 240 Franken für Nicht-Mitglieder
Anmeldeformular     *klick*



Organisiert vom Verein Mediaborn 

Mittwoch, 6. September 2017

Buchtipp: "Ein Jahr im Wald" von Emilia Dziubak



Inhalt:


Bären, Füchse, Vögel, Eichhörnchen, Hasen - im Wald leben viele Tiere!Von Januar bis Dezember zeigt jede Seite den Wald bei verschiedenem Wetter und zu verschiedenen Tageszeiten. So finden kleine Entdecker Antworten auf die Fragen: Was spielen die Tiere und wie ruhen sie sich aus? Wer schläft am Tag und wer in der Nacht? Wer mag wen? Was fressen sie am liebsten? Eine zusätzliche Doppelseite stellt alle Tiere des Waldes vor. Außerdem gibt es noch ein tolles Spiel.

(Bild- und Textquelle: Verlag arsEdition)





Meinung:


Wimmelbücher sind bei uns sehr beliebt und "Ein Jahr im Wald" von Emilia Dziubak ist ein rundum gelungenes Exemplar und begeistert mit seinen liebevollen und detaillierten Bildern. Ich muss ehrlich zugeben, dass dieses Wimmelbuch eines der schönsten ist, die ich bisher gesehen habe.

Wir begleiten die Waldtiere und den Förster durch das Jahr. Jedem Monat ist eine Doppelseite gewidmet und so kann schön mitverfolgt werden, wie sich die Natur während den Jahreszeiten verändert und wie sich die Bewohner anpassen. 

Es ist unglaublich, was Emilia Dziubak alles auf eine Doppelseite packt. Es wimmelt nur so von grossen und kleinen Tieren. Wir bekommen einen Einblick ins Erdreich, unter Wasser, in Baumstämme und auch im Luftraum wird es je nach Monat eng. So entdecken die Kinder, wer am Tag, wer in der Nacht und wer im Winter schläft, wie sich die Tiere überhaupt ausruhen und was sie am liebsten fressen.
Auch der Förster wird nicht vergessen, und so bekommt man einen kleinen Einblick in seine vielfältige Arbeit. Aber auch andere Waldbesucher dürfen natürlich nicht fehlen. Es gibt unglaublich viel zu entdecken!

So kann jeder Monat für sich ganz genau angeschaut werden oder aber man legt den Fokus auf ein bestimmtes Tier und begleitet es durch das Jahr. 

Die Ringelnatter
Ich bin eine ungiftige Schlange. Übrigens heisse ich so, weil ich um meinen Hals einen gelben Ring trage. Wenn es gefährlich wird, stell ich mich einfach tot.

Auch die beiden Vorsatzpapiere wurden kreativ genutzt. Auf dem vorderen werden viele der Tiere und der Förster vorgestellt. Die Texte sind kurz gehalten, aber doch sehr informativ, so dass alle noch etwas Neues erfahren können.
Auf dem hinteren Vorsatzpapier findet sich ein grosses unterirdisches Labyrinth, in dem sich die Kinder verweilen können.

Der Dachs
Ich bin das sauberste Tier des Waldes. Mein Dachsbau ist immer super ordentlich, weil ich all meinen Müll nach draussen bringe.


"Ein Jahr im Wald" bringt uns nicht nur den Wald und seine Tiere näher. Das Buch zeigt uns die Vegetation im Laufe des Jahres und man kann nebenbei gleich auch noch die Monate üben.

Die Illustrationen sind grandios. Auf der einen Seite sind sie sehr kindgerecht, auf der anderen Seite recht naturgetreu und sprechen so gross und klein an. Alle Bilder sind in etwas gedeckten Frben gehalten, so dass sie sehr gut zum Wald passen.


Fazit:


"Ein Jahr im Wald" ist ein Wimmelbuch, das mit wunderbaren Bildern begeistert. Jeden Monat gibt es viel zu entdecken und auch ohne Text lernt man einiges über den Förster und die Waldtiere. Emilia Dziubak hat ein Bilderbuch geschaffen, das meiner Meinung nach jedes Kind einmal asugeliehen haben sollte.


Buchtipp von Nicole Forrer


Infos zum Buch:


Emilia Dziubak: "Ein Jahr im Wald", Ars Edition (17. Juni 2016), 32 Seiten, ISBN 978-3845813240
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 3 Jahren



Dienstag, 29. August 2017

Bücher-Flohmarkt in der Mediathek Steckborn


Kommen Sie vorbei und stöbern Sie.
Am Mittwoch, 6. September, von 13.00 bis 16.00 Uhr.

Altgedientes aber auch Leseexemplare müssen unser Lager verlassen. Gegen eine Spende können Sie sich an unserem vielfältigen Angebot bedienen.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Kurs: «Orimoto» oder die Kunst, Buchseiten zu verfalten

Kurs für Erwachsene und Kinder in der Bibliothek Steckborn


Eselohren verunstalten in der Regel ein Buch, nicht so bei der Verfaltkunst «Orimoto». Nach einem im Voraus berechneten System wird jede Buchseite so gefaltet, dass am Schluss ein Bild oder ein Wort entsteht.





Dieses perfekte, kleine Geschenk für eine Gastgeberin, ein Geburtstagskind oder eine Wohnungseinweihung können Sie selbst gestalten, vielleicht gemeinsam mit Ihren Kindern?


Die Mediathek Steckborn organisiert den Kurs «Orimoto».


Kursort:                  Mediathek Steckborn, Seestrasse 104

Kursdatum:            Mittwoch, 6. September 2017, 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr

Kursleitung:           Erika Muri, Wängi


Kosten:                 Vorbereitung des Buchs: 5.-- Franken pro Person plus Kurskosten

Kurskosten:          Mitglieder Verein «Mediaborn»:     20.-- 
                             Nicht-Mitglieder:      25.--
                             Kinder/Jugendliche bis 16 Jahre:     10.--
                             Kinder, die von einem Elternteil begleitet werden:     5.--

Anmeldung:        entweder direkt in der Mediathek oder per Mail an info[at]mediaborn.ch



Hier finden Sie nochmals alle Daten zum Ausdrucken.



Wir freuen uns auf möglichst viele Teilnehmer.


Samstag, 15. Juli 2017

Buchtipp: "Der Kuss der Lüge: Die Chroniken der Verbliebenen 01" von Mary E. Pearson


Inhalt:


Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen ...

(Bild- und Textquelle: Bastei Lübbe)





Meinung:


Einstieg ins Buch:
Heute war der Tag, an dem tausend Träume sterben mussten und ein einziger geboren wurde.

Als erste Tochter hat Prinzessin Lia eine grosse Bürde zu tragen, denn sie soll mit dem Thronfolger des benachbarten Königreichs verheiratet werden. Für Lia ist das tragisch, denn zum einen darf sie nicht wie ihr Bruder frei wählen, wen sie lieben und heiraten möchte, zum andern darf sie ihren Auserwählten nicht einmal vorher kennenlernen. So flieht sie gemeinsam mit ihrer Zofe und Freundin Pauline. 
Durch ihre Flucht weckt sie das Interesse des sitzen gelassenen Prinzen noch mehr und er entschliesst sich, einen Blick auf die Prinzessin zu werfen, die ihm entgangen ist. Doch er ist nicht der Einzige, der sich an ihre Fersen heftet. Auch ein Attentäter ist ihr auf der Spur, denn nicht alle begrüssen es, dass die beiden Königreiche eine Allianz eingehen wollen.

Die Kapitel sind aus verschiedenen ich-Perspektiven geschildert. Allen voran lernen wir so natürlich Lia sehr gut kennen, doch dann erleben wir auch die Sichtweise des Prinzen, des Attentäters, von Rafe und Kaden. Mary E. Pearson hat das sehr geschickt eingefädelt, so dass man als Leser sehr lange nicht weiss, wer nun wer ist und so könnte man böse überrascht werden.

"Der Kuss der Lüge" ist der Auftakt zu einer vierteiligen Reihe und so lässt es die Autorin ruhig angehen. Als Leser hat man genügend Zeit, die Protagonistin kennenzulernen und sich in der Welt zurecht zu finden. Die Geschichte startet mit der Flucht vor der Hochzeit nämlich ganz einfach und wird dann immer komplexer und nimmt gegen Ende des Buches beinahe epische Ausmasse an. Da kann man wirklich gespannt sein, was in den Folgebänden alles noch kommt.

Ich hatte ihn kalt erwischt. Mehr, als dass ich es sah, hatte ich es gefühlt. Seine spürbare Unrast. Ein Prickeln auf meiner Haut. Die Härchen, die sich in meinem Nacken aufstellten. Warum? Was hatte ich getan? Ich wusste es nicht, aber ich starrte noch auf den schwarzen Tunnel des Pfads, in dem er verschwunden war, bis der Wind an den Ästen über mir rüttelte und mich daran erinnerte, dass es schon spät und der Wald sehr dunkel und ich allein war.         (Seite 114)

Lia hat mir als Protagonistin unheimlich gut gefallen. Sie weiss genau, was sie (nicht) will und tut auch etwas dafür. So ist sie sich auch nicht zu schade, ihr Prinzessinnendasein abzulegen und im Gasthaus zu arbeiten. Sie ist Loyal, lässt sich nicht fremd bestimmen, übernimmt aber auch Verantwortung. Aus diesem Holz sind Heldinnen geschnitzt, die das Leserherz im Sturm erobern.

Mary E.Pearsons Schreibstil lässt sich flüssig lesen, ist jedoch sehr ausführlich, zum Teil sogar schon richtig detailverliebt. So weist vor allem der Anfang die eine oder andere Länge auf, langweilig wurde es mir jedoch nie. "Der Kuss der Lüge" ist für mich ein richtig toller Schmöker, in dessen Welt man eintauchen kann. 
Zwischen den einzelnen Kapiteln findet man immer wieder alte Schriften und schnell wird klar, dass die Autorin damit auf etwas hin arbeitet. Sie hat einen tollen Plot konstruiert und ermöglicht uns hier nur einen ersten Einblick. Es ist noch nicht klar, wie das nun genau mit Lias Gabe ist, was genau die Verbliebenen sind, .... So gibt es auch in den Folgebänden noch genug zu entdecken. Und nach dem Showdown von Band 1 muss, die Fortsetzung sowieso so schnell wie möglich her.


Fazit:


"Der Kuss der Lüge" ist ein vielversprechender Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe. Mary E-Pearson startet ruhig und nimmt sich Zeit für ihre Charaktere. Dann tauchen wir immer tiefer in die Geschichte ein, verstricken uns in gelegte Fallen und lassen uns mehr und mehr von den Chroniken der Verbliebenen mitreissen. 
Trotz kleinen Kritikpunkten ist dieser erste Band ein richtig toller Schmöker, der mir viel Lesespass gebracht hat.



Buchtipp von Nicole Forrer


Infos zum Buch:


Mary E. Pearson: "Der Kuss der Lüge: Die Chroniken der Verbliebenen 01", Bastei Lübbe (one by Lübbe) (16. Februar 2017), 560 Seiten, ISBN 978-3846600368
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren



Montag, 10. Juli 2017

Buchtipp: "Jimmy Milchohr: Ein Fuchs wird rot" von Christian Seltmann und Astrid Henn



Inhalt:


Jimmy Milchohr wird rot. Wenn die Großen ihn ärgern. Wenn er sich wehren will, dann aber Angst bekommt. Wenn ihm die richtigen Worte fehlen. Nur seine Freundin Pina versteht ihn. Und zusammen ziehen sie in die weite Welt, um sich zu behaupten und stark und mutig zu werden. Jetzt ist endlich Schluss mit roten Ohren – und Jimmy sagt, was er denkt!

(Bild- und Textquelle: Arena Verlag)





Meinung:


Im Mittelpunkt dieses tollen Bilderbuchs stehen der kleine Fuchs Jimmy Milchohr und seine Wildschwein-Freundin Pina. Beides sind sie Aussenseiter und werden von den anderen Waldtieren ausgelacht und gehänselt.

Nachdem die zwei wieder einmal gemeinem Gespött ausgeliefert waren, treffen sie sich - wütend und traurig. Da entschliessen Jimmy und Pina, dass sie weg von zuhause wollen und sie rennen bis der Wald zu Ende ist. Da treffen sie auf ein unheimlich grosses und graues Wesen. Nach dem ersten Schreck finden sie, dass das Tier gar nicht grässlich sondern witzig aussieht und die beiden Freunde beginnen zu lachen. Als das grosse Tier sich traurig abwendet, realisieren die beiden, dass sie nicht besser reagiert haben als die Waldtiere zuhause. Schnell entschuldigen sie sich und gemeinsam schmieden sie einen Plan, damit Jimmy und Pina nicht mehr ausgelacht werden.

"Jimmy Milchohr" bewegt die Kinder sofort. Schon beim ersten Verspotten kommen Reaktionen und sie leiden mit den Tierkindern mit.

Optisch ist das Bilderbuch wunderschön aufgemacht. Freche und doch harmonische Bilder werden von einigen hervorgehobenen Textsequenzen ergänzt. Sonst hat es für ein Bilderbuch ab 3 Jahren jedoch eher viel Text. Wenn die Geschichte bekannt ist, kann dieser natürlich auch abgekürzt werden. Junior (4) ist richtig begeistert von "Jimmy Milchohr" und auch Favolina (6) hört die Geschichte sehr gerne.

Aber auch ich als Erwachsene bin begeistert von dem Werk von Christian Seltmann und Astrid Henn. Ich finde es nicht nur optisch wunderschön, sondern mir gefällt auch, wie die goldene Regel 'Was du nicht magst, was man dir tut, das füg auch keinem andern zu' in die Geschichte eingebaut wird, so dass sie jedem Kind sofort auffällt und einleuchtet.

Fazit:


"Jimmy Milchohr: Ein Fuchs wird rot" ist nicht nur optisch ein Highlight. Mit den beiden sympathischen 'Aussenseiter-Helden' der Geschichte vermitteln uns Christian Seltmann und Astrid Henn wichtige Werte und sprechen gross und klein an.


Buchtipp von Nicole Forrer


Infos zum Buch:


Christian Seltmann: "Jimmy Milchohr. Ein Fuchs wird rot", Arena Verlag (1. Juni 2016), 32 Seiten, ISBN 978-3401704340
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 3 Jahren



Donnerstag, 8. Juni 2017

[Buchtipp] "Der Hutz" von Walko


Inhalt:


Sechs Wochen Maienfeld. Sechs Wochen ohne Computer, Konsole und Handy – das ist für den zwölfjährigen Gamer Elvis die Höchststrafe. Dann jedoch lernt Elvis in dem verschlafenen Nest bei seiner Oma den Hutz kennen, der als Hund getarnt in einem Baum in Omas Garten wohnt. Dem zotteligen Wesen ist ein übereifriger Zeitungsreporter auf den Fersen, und schon bald hat Elvis alle Hände voll zu tun, den Schreiberfiesling abzuwimmeln. Leider kommt es wie es kommen muss: Der »Tschornalist« schießt ein Foto, macht eine große Story daraus und der Hutz wird als gemeingefährlich festgenommen. Doch nicht mit Elvis! Die Rettung des Hutz’ wird sein erstes großes Abenteuer im real life.

(Bild- und Textquelle: cbt Verlag)




Meinung:


Einstieg ins Buch:
Es war der Tag vor den Sommerferien und gerade hatte ich mir mein Zeugnis abgeholt. Ich war aber nicht auf dem Weg nach Hause, um ordentich Cash für meine tollen Noten zu lassieten und anschliessend mit meinen Leuchten nach italien oder sonstwohin aufzubrechen.
Nein, ich hatte Zeit ...

Elvis hatte nämlich viel zu viel Zeit in seine Spielkonsole investiert und so traute er sich kaum nach Hause, um seinen Eltern das miserable Zeugnis zu präsentieren. Für ihn hiess es nun nämlich, entweder zur Nachprüfung anzutreten oder die Klasse zu wiederholen. Und so kommt es, dass Elvis zu seiner Grossmutter ins Exil geschickt wird - so kommt es ihm zumindest vor, denn Computer und Handy konnte er vergessen, er musste nämlich für die Nachrpüfung büffeln.
Und dann war da auch noch dieser komische Hund Hutz, der früher seinem Grossvater gehört hatte .... Als Elvis hinter das Geheimnis von Hutz kommt, schaut er das Kinderbuch, das sein Grossvater geschrieben hatte, ganz ander an. Konnte es wirklich sein, dass es diese zottelige Wesen, die als Hunde getarnt bei den Menschen lebten, gar nicht von ihm erfunden worden waren, sondern wirklich existieren?
Schnell rückt das Lernen wieder in den Hintergrund, denn Hutz braucht unbedingt seine Hilfe.

Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive des 6. Klässlers erzählt, was den Leser sehr nahe an die Geschichte bringt. Elvis ist einem sofort sympathisch, denn er kommt sehr authentisch rüber. Obwohl er manchmal die Prioritäten falsch setzt und das eine oder ander Vorurteil hat, sitzt sein Herz am richtigen Fleck und er ist sofort dabei, dem Hutz aus der Patsche zu helfen.

Die Idee von Hutz finde ich richtig klasse. Dieser komische Hund, der sich so merkwürdig verhält, wird die Kinder begeistern. 
Und so ist "Der Hutz" eine erfrischende und witzige Abenteuergeschichte mit ganz viel Fantasie. Das Buch ist spannend und unterhaltsam, so dass ich es an einem Stück verschlungen habe. Zudem eignet es sich sehr gut als Vorlesebuch, denn mit Elvis und Hutz wird die ganze Familie grossen Spass haben.

Walko hat das Buch auch gleich selber illustriert und so ist die Geschichte gespickt mit witzigen schwarz-weiss-Illustrationen. Wenn man das Buch aufklappt findet man gleich ein gezeichnetes Personenverzeichnis, so dass man von Anfang an weiss, mit wem man es zu tun bekommt.


Der Hutz


Fazit:

"Der Hutz" ist eine erstklassige Abenteuergeschichte mit einem kräftigen Schuss Fantasie. 
Unbedingt (vor-)lesen, denn der Spass ist vorprogrammiert .... und nach der Lektüre werden Hunde mit ganz anderen Augen betrachtet ....


Buchtipp von Nicole Forrer



Infos zum Buch:



Walko: "Der Hutz", cbt (30. März 2015), 208 Seiten, ISBN 78-3570163184
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 9 Jahren




Freitag, 21. April 2017

«Bücherschrank» Bücher tauschen – mitnehmen oder mitbringen


Für die UNESCO ist das Lesen ein Kulturgut, dem Sorge getragen werden muss. Darum widmet sie seit mehr als 20 Jahren einen Tag –immer den 23. April – im Jahr dem Buch. Auch die Mediathek Steckborn feiert den «Welttag des Buches», dieses Jahr bereits am Samstag, 22. April, und hat im «haus für aug und ohr» an der Seestrasse 104 vor dem Eingang zur Bibliothek einen «Bücherschrank» eingerichtet.

Sie möchten dann lesen, wann Sie Lust haben? Dann Bücher zur Verfügung haben, wenn die Zeit für Sie stimmt?

Das ist jetzt auch in Steckborn möglich. Der «Bücherschrank» ist gratis und immer zugänglich, 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. Belletristisches und Sachbücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene stehen für Lesehungrige bereit. Das Prinzip Büchertausch ist einfach: Ein Buch mitnehmen, lesen und eventuell Bekannten weitergeben oder in den «Bücherschrank» zurückstellen. Vielleicht haben Sie auch Bücher zu Hause, die Ihnen Spass gemacht haben? Von denen Sie überzeugt sind, dass diese auch anderen Vergnügen bereiten würden? Leseratten freuen sich bestimmt, wenn Sie diese gern gelesenen Bücher im «Bücherschrank» für sie bereitstellen.



Donnerstag, 6. April 2017

[Buchtipp] "Fiete. Das versunkene Schiff" von Ahoiii


Inhalt:


Das erste Bilderbuch zur preisgekrönten Bestseller-App: Fiete ist ein kleiner Seemann. Sein Zuhause ist eine Insel irgendwo im weiten Meer. Mit seinen besten Freunden Hinnerk und Hein hat Fiete schon so manches Abenteuer erlebt, denn die drei halten zusammen wie Pech und Schwefel. Ob sie es auch schaffen, das gesunkene Schiff vom alten Leuchtturmwärter Hansen zu heben?
Mit ihrem kleinen Boot, einer Kiste Limo und drei Paar Wollsocken zum Wechseln nehmen sie Kurs aufs offene Meer. Doch die Rettungsaktion gestaltet sich schwieriger als gedacht. Bis Fiete schließlich einen genialen Einfall hat ...

(Bild- und Textquelle: Bastei Lübbe)




Meinung:


"Das versunkene Schiff" ist das erste Bilderbuch mit Fiete, dem Seemann aus den preisgekrönten Apps von Ahoiii. Eine Diplom-Pädagogin, zwei Designer und ein Programmierer realisierten, als sie selber Nachwuchs bekamen, dass es für kleine Kinder kaum Apps gibt, die ihnen gut gefielen.
Sie entschlossen sich, eine spielerische Lernapss für ihr eigene Kinder zu entwickeln, die Kinder nicht überfordere, und einfach und intuitiv zu bedienen sei. Nach zwei Jahren wurden Ahoiii gegründet und heute sind die Fiete-Apps nicht nur an der Nordsee sondern weltweit bekannt. Toll, dass es auch einmal anders herum funktioniert: aus einem digitalen Spiel wird ein Bilderbuch.

"Fiete. Das versunkene Schiff" erzählt die Geschichte, wie sich Fiete mit seinen beiden Freunden Hinnerk und Hein auf die Suche nach 'Botilda', dem Schiff des alten Leuchtturmwärters Hansen macht. Sofort realisieren die Kinder, worum es in diesem Bilderbuch geht: Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt.
Schon auf der ersten Doppelseite bestaunten wir das Bild, schmunzelten darüber, wie Fiete, Hinnerk und Hein Kisten mit Konservendosen die Treppen runterschleppen und spätestens als die drei Freunde für ihre Exkursion packen, hatte uns Ahoii, denn was da alles im kleinen Motorboot Platz finden muss, zauberte allen ein Grinsen ins Gesicht.

Als Fiete, Hinnerk und Hein dann die 'Botilda' auf dem Grund des Meeres entdecken, merken sie, dass das Heben des Schiffes nicht so einfach wie erwartet ist und sie müssen einiges ausprobieren, Nur gut sind die drei sehr einfallsreich und haben alles 'Nötige' dabei, denn für die Bergung ist eine Lösung de luxe nötig

Die Bilder sind einfach gehalten, aber umso wirkungsvoller. Mit Aquarellfarben bemalte Kartons wurden eingescannt und mit Collagentechnik am Computer zu einem ganzen Bild zusammengefügt.
Die Seiten sind sehr unterschiedlich gestaltet. Es gibt Bilder, die eine ganze Doppelseite umfassen, dann wieder werden kleinere Szenen aus dem Text dargestellt. Meinen beiden Kindern gefällt vor allem die Doppelseite, auf der alles, was die drei Freunde mitnehmen, gezeigt und auch beschriftet wird. Dadurch können sie nämlich an der Geschichte Teil haben.
Und so ist dieses erste Fiete Buch äusserst abwechslungsreich, spannend und macht einfach Spass.


Fazit:


"Fiete. Das versunkene Schiff" konnte bei uns gross und klein begeistern. Das Bilderbuch besticht durch schlichte, liebevolle Bilder, auf denen es viel zu entdecken gibt, eine abwechslungsreiche und kreative Geschichte und drei charismatische Freunde, die zusammen sogar Pferde stehlen, äh Schiffe heben ....
Fiete ist bei uns ein richtiges Highlight, auch wenn wir nicht an der Nordsee leben.


Buchtipp von Nicole Forrer


Infos zum Buch:


Aahoiii: "Fiete. Das versunkene Schiff", Bastei Lübbe (Boje) (8. Oktober 2015), 40 Seiten, ISBN 978-3414824363
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 3 Jahren



mehr:



Von der App ins Bilderbuch
http://ahoiii.com/

Donnerstag, 30. März 2017

[Buchtipp] "Amani - Rebellin des Sandes" von Alwyn Hamilton


Inhalt:


Die 16-jährige Scharfschützin Amani will nichts mehr, als Dustwalk, einem Kaff mitten in der Wüste, den Rücken zu kehren. Bei einem Schießwettbewerb, der Amani die Freiheit bringen soll, kreuzt Jin ihren Weg: ein faszinierender Fremder, der von den Schergen des Sultans verfolgt wird. Jin soll zu den Rebellen gehören, die den abtrünnigen Prinzen Ahmed unterstützen. Amani und Jin werden Reisegefährten wider Willen und kämpfen bald ums Überleben – gegen magische Djinn, gegen die Soldaten des Sultans und eine mysteriöse, tödliche Waffe. Unversehens steckt Amani mitten in einer Rebellion, die das Schicksal ihres Landes entscheiden könnte und ihre Gefühle für Jin offenbart …

(Bild- und Textquelle: cbt Verlag)




Meinung:


Einstieg ins Buch:
Leute, die sich nach Einbruch der Dunkelheit noch in Deadshot aufhalten, führten nichts Gutes im Schilde, hiess es. Ich führte zwar nichts Gutes im Schilde. Aber auch nicht unbedingt etwas Schlechtes.

Nicht nur optisch kann mich "Amani - Rebellin des Sandes" begeistern, auch inhaltlich weiss Alwyn Hamilton zu überzeugen. Sie hat ihre Fantasygeschichte in einem Wüstenland angesiedelt und mit einem Hauch von 1001 Nacht und einem Schuss Western versehen. Wir begegnen Djinis, Nachtmahren, Guhlen, magischen Wüstenpferden und einer Revolverheldin. Das Setting ist einfach grandios und man bekommt das Gefühl, der Sand sickert durch alle Seiten.

Amani ist ein Wüstenkind. Sie liebt die Hitze, den Sand, nur ihren Heimatort Dustwalk will sie hinter sich lassen, koste es, was es wolle. Um an das nötige Geld für ihre Flucht zu kommen, verkleidet sie sich als Junge und nimmt an einem Schiesswettbewerb teil. Dort lernt sie den fremden Jin kennen, der von den Schergen des Sultans verfolgt wird.

"Als es noch Magie gegen Schwerter hiess, war es ein fairer Kampf. Doch jetzt haben die Galla Gewehre und die Magie blutet überall aus.".     (Seite 154)

Amani ist eine grossartige Protagonistin, die man einfach ins Herz schliessen muss. Nach dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei ihrem Onkel, wo sie jedoch nur geduldet wird. Kein Wunder also, dass sie ein klares Ziel vor Augen hat, in der Hauptstadt ein neues Leben zu beginnen. Sie ist taff und nicht auf den Mund gefallen, hat aber auch ihre verletzliche Seite. Und genau diese Attribute machen sie so sympathisch und authentisch. Zudem legt sie während der Geschichte eine tolle Entwicklung hin.

Wie auch Amani ist auch der Leser sofort von Jin fasziniert. Auf der einen Seite ist er hilfsbereit und offen, auf der anderen Seite realisiert man schnell, dass er mehr als nur ein Geheimnis mit sich herumträgt.

"Amani - Rebellin des Sandes" bietet nicht nur sehr viel Spannung sondern zeigt sich auch von der romantischen Seite. Nicht oft kann mich eine Liebesgeschichte in einer rasanten Story überzeugen, doch Alwyn Hamilton beweist viel Feingefühl, die nötige Leidenschaft und hält diese Balance meisterhaft.

"Bevor ich dich traf, habe ich nie ans Schicksal geglaubt", sagte er und lehnte mit einem tiefen Seufzer den Kopf an die Mauer. "Seither glaube ich, dass der Zufall keinen annähernd so grausamen Sinn für Humor haben kann."     (Jin, Seite 174)

Mit ihrem bildgewaltigen Schreibstil lässt Alwyn Hamilton verzauberte Wüstenpferde auferstehen, lässt einen die Hitze spüren und wirbelt viel Staub auf. Sie entführt in eine atemberaubende Wüstenwelt, die voller Magie und Geheimnissen steckt, und einen erst wieder auftauchen lässt, wenn der Lesedurst gestillt ist.


Fazit:


mitreissend, magisch, grandios
"Amani - Rebellin des Sandes" ist eine excellente Fantasygeschichte mit einem Hauch von 1001 Nacht und einem Schuss Western. Mit viel Spannung, einem atemberaubenden Setting und perfekt dosierter Leidenschaft entführt uns Alwyn Hamilton nach Maraji und wirbelt viel Staub auf.
Unbedingt lesen und die Hitze der Wüste spüren, die Geheimnisse des Sandes aufdecken und sich verzaubern lassen!

Buchtipp von Nicole Forrer


Infos zum Buch:



Alwyn Hamilton: "Amani - Rebellin des Sandes", cbt (22. August 2016), 352 Seiten, ISBN 978-3570164365
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren




Dienstag, 21. März 2017

Neue Medien



Ab Samstag 25. März 2017 finden Sie wieder viele neue Medien in Ihrer Mediathek. Werfen sie schon jetzt einen Blick darauf: *klick*
Kommen Sie vorbei und wählen Sie aus.

Es grüsst Sie herzlich 

das Team der Mediathek

Christina Capaul, Nicole Forrer, Prisca Schweizer und Susanne Heeb



Donnerstag, 16. März 2017

Buchtipp: "Die Schule der magischen Tiere" von Margit Auer


Inhalt:


Diese Schule birgt ein Geheimnis: Wer Glück hat, findet hier den besten Freund, den es auf der Welt gibt. Ein magisches Tier, das sprechen kann!

Band 1:
Der schüchterne Benni ist aufgeregt. Ausgerechnet ER soll ein magisches Tier bekommen, einen besten Freund, der immer hilft und mit dem man sprechen kann! Aber statt des wilden Raubtieres, das sich Benni gewünscht hat, blinzelt ihn Henrietta, die Schildkröte, aus ihrem Käfig an …

Auch Ida hat ein magisches Tier bekommen. Ihr Fuchs Rabbat wird sofort ihr bester Freund! Endlich jemand zum Reden, über das ätzende Referat mit dem langweiligen Benni, über den coolen Jo, in den Ida ein KLITZEKLEINES bisschen verliebt ist …

(Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag)





Meinung:


An der letzten Buchmesse wurde mir der erste Band von "Die Schule der magischen Tiere" mit dem Kommentar "Das musst du unbedingt lesen!" zugesteckt. Und ich muss zugeben, dass bei mir nur schon der Titel das Interesse geweckt hat, denn die Kombination von Schule, Tieren und Magie klingt doch wirklich verlockend und erfolgsversprechend.

Zu Beginn der Geschichte lernen wir Mortimer Morrison kennen, der in der Antarktis unterwegs ist. Er ist auf der Suche nach magischen Tieren, die unter anderem mit Menschen sprechen können. In seiner magischen Zoohandlung finden diese speziellen Tiere ein Zuhause, bis er ein Kind entdeckt, das einen speziellen Freund brauchen kann. Meistens findet er diese in der Klasse seiner Schwester Miss Cornfield.

Im ersten Band von "Die Schule der magischen Tiere" stehen Ida und Benni im Mittelpunkt. Ida ist erst vor kurzem in die Stadt gezogen und somit neu in der Klasse. Benni ist nicht sehr beliebt und wird ab und zu Opfer von Hänseleien. Ein Glück sind die beiden in der Klasse von Miss Cornfield und haben so die Chance auf ein magisches Tier, denn einen Freund, dem sie all ihre Sorgen anvertrauen könnten, käme ihnen genau recht.

"Niemals, niemals sprechen wir
mit anderen über das magische Tier.
Die magische Zoohandlung ist streng geheim,
so soll es für immer und ewig sein."     (Schwur, der magischen Tiere / Seite 65)

Es ist toll, wie wir zuerst Ida und Benni in ihrem normalen Alltag kennenlernen und erst dann Mortimer Morrison mit seinen magischen Tieren seinen Auftritt hat. So können sich die Kinder sehr gut in die Situation einfühlen und schnell wünscht sich jeder Leser, jeder Zuhörer sein eigenes magisches Tier. Diese sind nämlich ganz klar die Lieblinge in dieser Geschichte.
Es ist sehr schön mitzuverfolgen, wie jedes Tier auf seine ganz eigene Weise seinem Kind hilft.

Margit Auer erzählt mit viel Charme, spricht aber auch das eine oder andere schwierigere Thema an. Dabei verliert sie ihre Zielgruppe jedoch nie aus den Augen und behandelt diese sehr feinfühlig und mit einer gewissen Leichtigkeit, die ein richtiges Wohlfühlbuch ausmacht. Nebenbei müssen Benni und Ida mit ihren Tieren noch ein Rätsel an der Schule lösen, womit die Autorin auch noch eine gute Portion Spannung mit eingebaut hat.
Dazu kommen die wunderschönen, für einmal in schwarz-weiss gehaltenen Illustrationen von Nina Dulleck, die "Die Schule der magischen Tiere" zu einem gelungenen Ganzen abrunden.

Gut gibt es bisher schon sieben weitere Abenteuer mit den magischen Tieren, so kann ich mir die Zeit bis meine Tochter diese Bücher selber lesen kann, überbrücken.


Fazit:


"Die Schule der magischen Tiere" macht richtig Spass!
Die Kombination aus dem Schulalltag mit bekannten Problemen und den magischen Tieren fasziniert und begeistert garantiert gross und klein.
Eine ganz klare (Vor-) Lese-Empfehlung von mir!


Buchtipp von Nicole Forrer



Infos zum Buch:


Margit Auer: "Die Schule der magischen Tiere", Carlsen Verlag (30. Juli 2015), 208 Seiten, ISBN 978-3551314000


Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 11 Jahre



Infos zur Reihe:




         

         

  1. Die Schule der magischen Tiere
  2. Die Schule der magischen Tiere: Voller Löcher!
  3. Die Schule der magischen Tiere: Licht aus!
  4. Die Schule der magischen Tiere: Abgefahren!
  5. Die Schule der magischen Tiere: Top oder Flop!
  6. Die Schule der magischen Tiere: Nass und nasser!
  7. Die Schule der magischen Tiere: Wo ist Mr. M?
  8. Die Schule der magischen Tiere: Voll Verknallt!


Band 1 - 3 stehen im haus für aug und ohr zur Ausleihe bereit.

Dienstag, 21. Februar 2017

Jahresbericht 2016 zu Handen der 15. GV


Am 23. Februar 2016 fand die letztjährige Generalversammlung des Vereins Mediaborn im „haus für aug und ohr“ statt. Das Protokoll dazu liegt für die Anwesenden zum Lesen auf.

Vor einem Jahr stand der Betrieb der Mediathek vor einer prekären finanziellen Situation. Der Vorstand musste befürchten, dass ohne weitere Zuwendungen Mitte Jahr mit dem Bibliotheksbetrieb Schluss sein könnte.

Gleich nach der GV ging der Vorstand aktiv auf die Mitglieder und Spender mit Anfragen für mehr Unterstützung und Beitragserhöhungen zu Der Notruf blieb nicht ungehört. Ein Fünftel der Mitglieder bezahlten freiwillig einen höheren Jahresbetrag.

Die Behörde der Schule Feldbach sprach sofort einen Notbatzen von 5'000 Franken und beschloss, in Zukunft die Bibliothek jährlich mit mindestens 3000 Franken zu unterstützen. Homburg spendete einmalig 500 Franken zusätzlich. Die Gemeinde Mammern wird weiterhin einen Jahresbeitrag von 1500 Franken beisteuern. Berlingen wird seinen Jahresbeitrag ab 2017 auf 2000 Franken verdoppeln.

Mit der Stadt Steckborn versuchten wir eine Leistungsvereinbarung auszuarbeiten und legten der kulturverantwortlichen Stadträtin, Doris Bachmann, einen Argumentationskatalog vor, warum wir einen höheren Beitrag von der Stadt erwarten. Damit konnten wir den Stadrat zwar nicht zu einer Leistungsvereinbarung mit der Bibliothek motivieren, aber die Stadt Steckborn erhöhte den Jahresbeitrag von 20’000 auf 24‘000 Franken und sichert der Bibliothek zusätzlich eine Defizitgarantie von 4‘000 Franken zu. So konnte der Vorstand erst einmal aufatmen, mit den zugesicherten zusätzlichen 10‘000 Franken stand der Betrieb der Mediathek schon viel komfortabler da.

Die erfreulichste Veränderung war jedoch die Zusage der Primarschule, ihre Schulbibliothek mit der öffentlichen Bibliothek im Städtli zusammenzulegen und zwar am jetzigen Standort im haus für aug und ohr an der Seestrasse 104. Für die Primarschule wird diese Fusion Mehraufwand und Mehrkosten verursachen. In mehreren Sitzungen erarbeiteten Susanne Heeb, die Leiterin der Bibliothek und der Vorstand mit dem Schulleiter und dem Primarschulpräsidenten eine detaillierte Leistungsvereinbarung aus. Bei einer Zusammenlegung der beiden Bibliotheken entstehen Mehrkosten. Wir holten Vergleichszahlen anderer Schul- und Gemeindebibliotheken ein und wogen ab, welchen Beitrag wir mindestens von der Primarschule benötigen, damit die Fusion trotz aller ideeller Vorteile, nicht zum finziellen Verlustgeschäft für den Verein wird. Der markanteste Unterschied für die Primarschule ist, dass nun immer eine Bibliotheksmitarbeiterin während den Besuchszeiten der Schulklassen anwesend sein muss. Zudem wird das Team der Bibliothek auch einiges mehr an Medien zu bewirtschaften haben. Einmalig werden zusätzliche Arbeitsstunden für den ganzen Umzug und die Neueinrichtung anfallen.

Wir sind zuversichtlich mit der ausgehandelten Leistungsvereinbarung für alle Beteiligten eine gewinnbringende Lösung gefunden zu haben.

Seit der Gründung der Vereinsbibliothek hoffte der Vorstand mit den Schulbibliotheken fusionieren zu können. Dies ist somit ein Meilenstein in der Geschichte der Bibliothek. Die Mediathek ist so noch besser in der Stadt eingebettet und vielleicht ist dies der erste Schritt zu einer Schul- und Gemeindebibliothek Steckborn.

Nebst dieser erfreulichen Entwicklung gab es für den Vorstand noch vieles andere zu tun.

Am 23. April, dem Welttag des Buches, lockte das schön gestaltete Schaufenster von Christine Krucker, zum Jahresthema Brasilien und ganz Südamerika und die neu angeschafften Medien viele Besucherinnen und Besucher ins haus für aug und ohr. Wegen den Olympischen Spielen in Brasilien hoffte der Vorstand mit dem Thema auch mehr männliche Benutzer zu gewinnen. Es zeigte sich aber auch, wie lähmend es sein kann, ein ganzes Jahr daselbe Thema zu verfolgen und was für eine grosse Herausforderung das für unsere Schaufensterdekorateurin bedeutet. So beschlossen wir, das Jahresthema nach den Olympischen Spielen nicht weiter zu verfolgen.

Den traditionellen Tag der offenen Tür verschoben wir wiederum auf einen Termin nach den Sommerferien. Das hatte sich im Jahr zuvor bewährt. Nun war der 31. August aber ein besonders heisser Tag und viele zogen einem Besuch im haus für aug und ohr ein Bad im See vor. So blieben die feinen, gespendeten Backwaren weitgehend unangetastet. Auch das angekündigte Kamishibai vermochte niemanden anzulocken. An dieser Stelle trotzdem einen herzlichen Dank an die Bäckerinnen.

Bereits zum zweiten Mal fand die besondere Veranstaltung für unsere treuen Mitglieder statt. Am 3. November lud der Vorstand zum Apéro ein, an dem sich die Mitglieder als erste von den neu angeschafften Medien etwas ausleihen durften. Diese Veranstaltung stösst auf steigendes Interesse und wird sicher seinen festen Platz im Jahresprogramm einnehmen.

Am Sonntag, 20. November fand die Matinée mit Louise Jochims statt. Die Konstanzer Journalistin stellte mit viel Wissen und grossem Gespür Leben und Werk von Mascha Kaléko vor und vermochte beim zahlreich erschienenen Publikum Interesse für diese aussergewöhnliche Lyrikerin zu wecken.

Den grössten Erfolg konnten jedoch Cornelia Bein und Helgard Christen mit dem Schreibkurs „Kurzgeschichten“ erzielen. Sie engagierten den Kursleiter Hugo Berger, um ihre Idee umsetzen zu können. Der Kurs fand an 6 Montagabenden nach den Herbstferien statt. Der pfiffige Titel „kurz – prägnant – pointiert“ lockte 10 Schreibfreudige an. Mit dem Kursgeld konnte ein kleiner finanzieller Gewinn für die Bibliothek erwirtschaftet werden und der Kurs machte neue Menschen auf die Bibliothek in Steckborn aufmerksam.

Der Höhepunkt bildete schliesslich der spontan beschlossene Vorleseabend am 17. Januar. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lasen eine ihrer, im Kurs entstandenen Geschichten, einem interessierten Publikum vor. Unter den zahlreichen ZuhörerInnen befanden sich viele neue Gesichter. Diese Besucherinnen und Besucher entdeckten zum ersten Mal die schönen Räumlichkeiten der Bibliothek und statten ihr vielleicht nicht zum letzten Mal einen Besuch ab.

An dieser Stelle nochmals ein grosses Dankeschön an die zwei Organisatorinnen.

Ein herzliches Dankeschön geht ebenfalls an Hans Streit, der mit Cornelia Bein zusammen den „Postversand” innerhalb Steckborns tätigte und sich auch anderweitig immer wieder für die Bibliothek einsetzt.

Ebenfalls eine Idee von Cornelia Bein ist die Chetteliaktion. Zum dritten Mal wurden Chetteli in den Adventswochen in der Bibliothek gesammelt. Der Erlös aus dieser Aktion beträgt immerhin 150 Franken. Den Spenderinnen und Spendern sei herzlich gedankt.

Zum Schluss bedanke ich mich bei allen Vorstandsmitgliedern (Silvia, Cornelia, Jasmin und Helgard) bei unseren zuverlässigen Mediatheksmitarbeiterinnen (Prisca, Christina, Nicole) für ihre treue Unterstützung und Mithilfe und vor allem auch Susanne, die zusätzlich mit ihrer Ausbildung zur Bibliotheksleiterin ein sehr arbeitsintensives Jahr hinter sich hat..

Einen Dank möchte ich auch aussprechen
  • Den treuen und neuen Benutzern und Benutzerinnen 
  • Den Mitgliedern und Spendern 
  • Den Gemeinden 
  • Den Schulgemeinden 
  • Den Sponsoren 
  • Und den freiwilligen Helfern und Helferinnen 


Die Präsidentin Brigitte Wenger



Schweigeminute für verstorbene Mitglieder:
Felix Meier
Marie-Louise Meier


Donnerstag, 9. Februar 2017

Neu: "Elefant" von Martin Suter



Über ein kleines Wunder in einer Welt,
in der alles machbar erscheint.



Ab sofort können Sie "Elefant", das neue Buch von Martin Suter, bei uns an der Seestrasse ausleihen.
Wir wünschen viel Lesespass!


Ihr Mediatheksteam