Montag, 31. März 2014

Neue Bücher im Frühling


Im Frühling beginnt nicht nur die Natur aufzublühen, auch an der Seestrasse 104 regt sich einiges .... ganz viele neue Bücher haben den Weg zu uns ins Haus für Aug und Ohr gefunden.
Hier einige Impressionen:






 Hier finden Sie eine Liste mit allen neuen Medien für Erwachsene: *klick*

Und alle Neuanschaffungen für Kinder und Jugendliche sind hier zu finden: *klick*



[Event] Lesung mit Eduard Minder


Am Mittwoch, 26. März, las Eduard Minder aus seinem kürzlich veröffentlichten Büchlein "Steckborn - die Stadt die einmal ein Städtchen war" in der vollbesetzten Mediathek.

   



Donnerstag, 27. März 2014

[Buchtipp] "Wir beide, irgendwann" von von Jay Asher und Carolyn Mackler



Inhalt:


Was wäre wenn ..., ich dich heute küsse?

Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang ...

(Bild- und Textquelle: cbt)


Meinung:

Einstieg ins Buch:
Ich kann heute nicht mit Graham Schluss machen, obwohl ich meinen Freunden angekündigt habe, dass ich es bei nächster Gelegenheit tun würde. Stattdessen verstecke ich mich in meinem Zimmer und nehme meinen neuen Computer in Betrieb, während er im Park auf der anderen Strassenseite Ulitmate Frisbee spielt.

Eigentlich ist "Wir beide, irgendwann" ja ein Jugendbuch, doch ehrlich gesagt finde ich, dass es wohl Leuten, die etwa in meinem Alter sind und die 1996 "richtig" miterlebt haben, noch mehr Spass macht. Denn wir wissen, wie es ist, wenn sich ein altes, analoges Modem ins Internet einwählt. Wir wissen, wie es ist, wenn man entweder surfen oder telefonieren kann. Wir wissen, wie es ohne Facebook ist. Und so denke ich, dass Erwachsene, die so zwischen 30 und 40 Jahre alt sind, dieses Buch ganz anders lesen als die heutigen Jugendlichen.

Emma erkennt also in Facebook, dass ihre Zukunft nicht gerade rosig aussieht. Erst ist sie arbeitslos, dann entdeckt sie, dass ihre Ehe unglücklich ist und ihr Ehemann sie wohl betrügt. Josh hingegen ist mit seiner Zukunftsvision sehr zufrieden, denn er ist mir dem schönsten Mädchen der Schule verheiratet, hat süsse Kinder und ein tolles Haus. Beide müssen jedoch feststellen, dass jede Bemerkung, ja jeder Gedanke ihre Zukunft verändert. Und genau das hat mich an diesem Buch so fasziniert. Ständig habe ich daraufhin gefiebert, die neuen Statusmeldungen in Facebook zu sehen. Wenn die beiden dieses oder jenes tun, wie verändert sich dann ihre Zukunft? Und vor allem, wie verändern sie dadurch auch die Zukunft von anderen? So hat sich "Wir beide, irgendwann" für mich zu einem richtigen Pageturner entwickelt und ich konnte das Buch kaum mehr aus den Händen legen.

Jay Asher und Carolyn Mackler lassen in ihrem Werk Emma und Josh zu Wort kommen. So sind die Kapitel immer abwechselnd aus der Perspektive der beiden erzählt. Dadurch und durch den angenehmen, leichten Schreibstil hat mir das Buch kurzweilige und unterhaltsame Stunden geboten.

Die beiden Protagonisten sind sehr glaubwürdig und sympathisch. Während Emma sehr offen und aufgeweckt ist und ab und zu etwas vorschnell handelt, wirkt Josh sehr ruhig und bedächtig. Er möchte sich seiner Sache sicher sein und überlegt lieber erst zweimal bevor er dann handelt. So treffen die beiden alten Freunde durch die Facebook-Sache wieder aufeinander und wachsen dem Leser schnell ans Herz.

Klar ist das Buch vorhersehbar und ich habe nie daran gezweifelt, wie die Geschichte ausgeht, doch das setzt dem Lesegenuss keine Grenzen. Denn die Frage ist mehr, wie kommt es zu diesem Ende? Was muss sich in der Gegenwart ändern, dass diese Zukunftsvision entsteht?
Und die Quintessenz, dass man nicht nur für die Zukunft leben, sondern auch das hier und jetzt geniessen soll, finde ich eine sehr schöne Botschaft, die das Buch schön rüberbringt.

"Wir beide, irgendwann" war für mich nicht nur gute Unterhaltung und ein Pageturner sondern auch eine Zeitreise zurück in meine eigenen Computeranfänge. Oft musste ich schmunzeln als ich auf mir bekannte Szenen traf und mich so um 15 Jahre zurückversetzt fühlte.


Fazit:

Eine wirklich tolle, neue Idee verpackt in eine schöne, ruhige Liebesgeschichte. "Wir beide, irgendwann" begeistert bestimmt beide: die Facebook-Generation und die Ü30.

Buchtipp von Nicole Forrer



Infos zum Buch:

Asher, Jay und Mackler, Carolyn: "Wir beide, irgendwann", 400 Seiten, cbt Verlag (27. August 2012), ISBN: 978-3-570-16151-7
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren


Donnerstag, 13. März 2014

[Event] Lesung mit Eduard Minder


Steckborn 
Die Stadt die einmal ein Städtchen war


Mittwoch, 26. März 2014
haus für aug und ohr
Seestrasse 104 in Steckborn

19:30 Apéro
20:00 Eduard Minder liest aus seinem
kürzlich veröffentlichten Büchlein.
Persönliche Vorstellung seiner Texte
mit anschliessender Fragerunde und
Autogrammstunde.



[Buchtipp] "Die Verratenen" von Ursula Poznanski

Inhalt:



Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein.
Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft.
Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.

(Bild- und Textquelle: Loewe)




Meinung:


"Ich weiss, dass etwas Furchtbares passiert sein muss, ..."

Schon mit dem allerersten Satz hat mich Ursula Poznanski. Sie stösst uns ins kalte Wasser und so erleben wir, wie eine Mitstudentin der Protagonistin mitteilt, dass drei Kollegen tot seien: bei ihrer Exkursion von Prims überfallen. Erst danach bringt uns die Autorin nach und nach ihre entworfene, dystopische Welt näher. Die Menschen haben sogenannte Sphären gebaut. Diese hoch technologisierten Schutzkuppeln beheimatet aber nur einen Teil der Erdbevölkerung, andere leben in der Aussenwelt. Diese werden von den Sphärenbewohner Prims (von primitiv) genannt.

Als die Protagonistin Ria per Zufall ein Gespräch belauscht, bricht für sie die Welt zusammen. Sie und fünf weitere Studenten sollen Verräter sein und beseitigt werden. Ria ist hin und hergerissen. Wem kann sie noch trauen? Wird sie wirklich abgehört?
Vom ersten Satz an baut Ursula Poznanski eine enorme Spannung auf, die sie ständig noch erhöht, so dass man das Ende regelrecht herbeisehnt und das Buch kaum aus den Händen legen kann.

Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive der Elite-Studentin Eleria erzählt. Alle Studierenden werden nach ihrer Leistung, ihrem Können aufgelistet und der Top Ten steht eine glorreiche Zukunft bevor. Ria belegt Platz 7, ihre Talente liegen im Bereich der Kommunikation und Rhetorik. So kann sie aus ihrem Gegenüber lesen wie aus einem Buch. Ria ist wirklich ein toller Charakter. Sie ist sehr ehrgeizig und kann durch ihre Talente ihr Gefühle und die ihrer Mitmenschen beeinflussen und hat alles unter Kontrolle. Als sie dann besagtes Gespräch belauscht, bricht sie innerlich auseinander. Sie weiss nicht mehr, was und wem sie glauben kann und beginnt alles zu hinterfragen. Diese innere Zerrissenheit bringt die Autorin ausgezeichnet aufs Papier.
Ihr Freund Aureljo ist sogar auf Platz eins gereiht. Ihm steht Grosses bevor, vielleicht sogar als zukünftiger Präsident. Nur mich konnte er leider nicht so ganz für sich gewinnen.

Warum habe ich nicht schon vorher Ursula Poznanski gelesen? Ich wollte doch eigentlich schon so lange ...
"Der Verratenen" konnten mich als Gesamtpaket überzeugen. Vor allem die atemlose Spannung, die facettenreichen und so unterschiedlichen Charaktere und die dystopische Welt mit seinen Gegensätzen begeisterten mich.
Aber auch die tolle Verpackung sollte hier erwähnt werden. Mit dem schlichten schwarz-weiss-Cover sticht das Buch definitiv hervor.

Wir legen uns die merkwürdigsten Wahrheiten zurecht, wenn die Realität zu furchterregend wird.         (Seite 172)

Kritikpunkt? Hm, da muss ich erst etwas überlegen .... Ich hätte ganz gerne mehr über die lange Nacht erfahren und Aureljo konnte mich nicht ganz überzeugen ... aber ansonsten war ich einfach froh, dass ich Band 2 gleich griffbereit hatte.

Ich habe mich in Ursula Poznanskis brillianten Schreibstil verliebt!
Sie schreibt sehr flüssig, so dass die Seiten an einem vorbeirasen und obwohl sie das eher auf eine ruhige Art tut, bringt sie das Blut in Wallung, beschleunigt den Puls, und lässt einen selber ein bisschen paranoid werden.


Fazit:

In "Die Verratenen" vereint Ursula Poznanski Dystopie und Thriller und baut eine so enorme Spannung und eine wahnsinnig dichte Atmosphäre auf, dass mich das Buch nach dem Geniessen atemlos zurück liess.
Klar sind einige Aspekte bereits bekannt, aber hier werden sie gekonnt in Szene gesetzt und mit vielschichtigen Charaktere und einem grossartigen Schreibstil abgerundet.
Unbedingt lesen!


Buchtipp von Nicole Forrer





Infos zum Buch:


Poznanski, Ursula: "Die Verratenen", 460 Seiten, Loewe Verlag (9. Oktober 2012), ISBN: 978-3785575468
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


Infos zur Reihe:


  1. Die Verratenen
  2. Die Verschworenen
  3. ?
   



[Verein Mediaborn] STATUTEN


STATUTEN









Donnerstag, 6. März 2014

[Buchtipp] "Der Hintermann" von Daniel Silva


Inhalt:

Gabriel Allon lebt mit seiner viel jüngeren und hübschen italienischen Frau Chiara zurückgezogen in einem romantischen Cottage auf den Klippen Cornwalls, ausserhalb des kleinen Dörfleins Gunwalloe. 
Offensichtlich bewahrt der gutsituierte Aussenseiter ein Geheimnis, verreist oft für längere Zeit und erhält häufig auffällige Besucher. 
Tatsächlich hat sich Allon nach atemloser Berufszeit als israelischer Geheimagent nun in den Ruhestand zurückgezogen und kann sich seinem Hobby, der Bilder-Restauration, hingeben. 

Die Hauptstädte Europas werden von islamistischen Selbstmordattentätern heimgesucht. Die Umwelt ist gelähmt, machtlos. Als Allon während eines Aufenthaltes mit seiner Frau in London Augenzeuge eines Selbstmordattentats wird, zieht es ihn wieder mit aller Macht zurück ins Agentengeschäft, selbstverständlich an die Front, diesmal auf Seite der CIA. 
Allon nähert sich den Drahtziehern, indem er mit Experten ein vermeintliches islamistisches Netzwerk aufbaut, welches die Islamisten mit Geld versorgen soll. Mit der Überwachung der Geldströme erhoffen sich die Agenten Zugang zu den Terrorzellen.
(Bildquelle: Piper Verlag)


Meinung:


Silva führt glaubwürdig durch die Agentengeschichte. Das Lesen fühlt sich an, wie eine gefährliche Gratwanderung, wo jeder Fehltritt tödlich ist.

Er schreibt überzeugend, äusserst spannend und kurzweilig.

Ausserdem versteht er es meisterhaft, sich glaubwürdig in die Psyche der Extremisten hineinzudenken.


über den Autor:


Daniel Silva war bis 1997 Journalist der CNN und verbrachte lange Jahre als Auslandskorrespondent im Nahen Osten und am Persischen Golf. Heute ist er einer der erfolgreichsten amerikanischen Thrillerautoren und seine Bücher sind in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. Wie kein anderer versteht er es, politisch brisante Themen und spektakuläres Insider-Wissen zu Hochspannung zu vereinen.

Buchtipp von Christina Capaul




Infos zum Buch:


Silva, Daniel: "Dier Hintermann", 496 Seiten, Piper Verlag (26. Februar 2013), ISBN: 978-3-86612-346-5


Infos zur Reihe:

Gabriel Allon ist die Hauptfigur in den Spionagethrillern von Daniel Silva. Allon ist Kunstrestaurator und ein Topspion, der im Auftrag des israelischen Geheimdienstes Mossad Menschen tötet.
  1. Der Auftraggeber
  2. Der Engländer
  3. Die Loge
  4. Der Zeuge
  5. Der Schläfer
  6. Das Terrornetz
  7. Gotteskrieger
  8. Das Moskau-Komplott
  9. Der Oligarch
  10. Die Rembrandt Affäre
  11. Der Hintermann

                           


(Quelle: Piper Verlag)